Hier findest du eine Zusammenstellung von wichtigen Informationen und Tipps, die dich umfangreich auf die Ankunft und die ersten Tage mit deinem Schützling vorbereiten sollen.

 

Der sichere Umgang mit einem Tierschutzhund

Liebe Pflegestellen und Adoptanten,

Ihr habt euch entschlossen, einem Hund aus dem Ausland ein neues zu Hause zu geben. Wahrscheinlich seid ihr gerade in freudiger Erwartung auf das neue Familienmitglied, seid aufgeregt und stellt euch vielleicht die Fragen:

 

Wie wird es werden? – Werden wir klarkommen? – Wird alles gut gehen?

Der überwiegende Teil unserer Schützlinge wurde auf der Straße gefunden, aus Tötungsstationen gerettet, bei Razzien von illegalen Vermehrern oder aus schlechter Haltung befreit. Nur selten wissen wir alles über ihre Vergangenheit. Schlechte Erfahrungen mit Menschen, beengende Gitter einer Tötungsanlage, Hunger oder andere traumatisierenden Ereignisse haben sie geprägt. Die Adoption eines solchen Hundes erfordert ein besonders hohes Maß an Verantwortung, Geduld & Verständnis, denn niemand kann voraussagen, wie er sich in seinem neuen zu Hause entwickeln wird. Zwar arbeiten unsere Tierschützer vor Ort sehr gewissenhaft und beobachten ihre Schützlinge akribisch genau, doch zwischen dem Tierheimalltag und dem Leben in einer Familie liegen Welten.

Oftmals sind die Erwartungshaltungen an einen Hund aus dem Ausland sehr hoch. Die Freude des Menschen über den heiß ersehnten Liebling ist grenzenlos und man stellt sich vor, ihn gleich zu liebkosen und mit ihm zu spielen. Doch all das kann mehr als überfordernd für so einen Tierschutzhund, der gerade aus dem Transporter gestiegen ist, sein. Habt also Nachsicht mit eurem neuen Freund und bedenkt, was er hinter sich hat: Manche der Hunde warten schon lange auf ihre Menschen. Ihre Artgenossen und die Betreuer des Tierheimes waren für lange Zeit ihre kleine Welt. Dann werden sie aus ihrer vertrauten Umgebung heraus geholt… fort von ihren Freunden, mit denen sie gespielt & gekuschelt haben … fort von den Menschen, die ihnen bislang ihr Futter gaben… nicht wissend, was auf sie zukommt werden sie in eine Box „gesperrt“, in der sie über Stunden einen langen Weg hinter sich bringen müssen… begleitet von fremden Menschen, Hunden und unbekannten Geräuschen.

 

Den Hunden ist nicht bewusst, dass für sie ein neuer und glücklicherer Lebensabschnitt beginnt.

Wir wollen euch keine Angst machen, sondern nur darauf hinweisen, dass euer Liebling sich anfangs vielleicht anders verhalten kann, als er beschrieben wurde. Lieber bereiten wir euch auf den worst case vor, als alles schön zu reden – denn die romantische Geschichte eines oh so dankbaren Tierschutzhundes, der von euch gerettet wurde, trifft in den seltensten Fällen ab Tag 1 zu. Viel mehr sind die Hunde, wenn sie aus dem Transporter steigen, übermüdet, gestresst, verunsichert oder teils traumatisiert. Aus unseren Erfahrungen wissen wir jedoch, dass die meisten Hunde nach relativ kurzer Zeit freudig auf ihre neue Familie zugehen und sich überaus dankbar zeigen können, wenn ihr ihnen die Chance gebt in Ruhe anzukommen. Es gibt keine Faustregel, nach der man berechnen kann, wann ein Hund sich „eingelebt“ und an die Familie „gebunden“ hat; der eine braucht vielleicht nur eine Woche, während der andere sich möglicherweise erst nach einem halben Jahr bindet. Ist der Hund anfangs unsicher, gebt ihm Raum. Beobachtet ihn nicht die ganze Zeit, nähert euch seitlich – so wirkt ihr weniger als eine Bedrohung. Streichelt den Hund nicht von oben auf dem Kopf, sondern lieber das Kinn von unten – dies wirkt bestärkend und gibt dem Hund Selbstvertrauen. Beachtet die Körpersprache eures Hundes: übermäßiges Hecheln, Ohren anlegen, über die Schnauze lecken, etc. spricht für Stress. Betüdelt den Hund nicht ununterbrochen und starrt ihn nicht an – einer der größten Fehler, den viele machen, ist dem Hund in die Augen zu starren und mit dem Gesicht möglichst nah an dessen Kopf zu gehen – getreu dem Motto „Du bist doch ein so lieber Hund!“. In der Hundesprache ist das pure Provokation und herausforderndes Verhalten! Bereitet einen geschützten Rückzugsort vor, wo sich der Hund sicher fühlen kann. Macht euch auch selbst keinen Stress. Euer Gemütszustand überträgt sich schnell auf euren Vierbeiner. Nach und nach wird er oder sie sich öffnen, nur Geduld!

Hier nochmal die Tipps kurz zusammengefasst:

  • Gebt dem Hund Zeit in Ruhe anzukommen. Geduld ist hier sehr wichtig! Habt auch keine hohen Erwartungen an den Hund – nehmt ihn so wie er ist & seid bereit Kompromisse einzugehen.
  • Bereitet einen Ruheort vor, wo der Hund ungestört entspannen & alles beobachten kann, ohne direkt involviert werden zu müssen.
  • Zwingt den Hund nicht zur ständigen Interaktion mit euch oder anderen Personen & Tieren.
  • Gestaltet die ersten Tage möglichst ruhig: kein Besuch, keine großen Wandertouren oder Pläne – je weniger Druck ihr euch und dem Hund macht, dass alles gleich „funktionieren“ muss, desto leichter wird sich alles einspielen.
  • Beschäftigt euch intensiv mit der Hundekörpersprache bevor der Hund einzieht, um bestimmte Verhaltensweisen besser deuten zu können. Wir empfehlen auch jedem vorab schon Kontakt zu einem Hundetrainer, der mit positiver Verstärkung arbeitet, aufzunehmen, der im Ernstfall vor Ort agieren kann.

 

Die Sicherung des Hundes ist vor allem in der ersten Zeit äußerst wichtig!

Leider ist es in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass Tierschutzhunde oft schon nach kurzer Zeit in ihrem neuen zu Hause/Pflegestelle entlaufen sind. Auch ein Mensch mit jahrelanger Hundeerfahrung sollte auf der Hut sein, denn Erfahrung hin oder her, nur eine Sekunde Unaufmerksamkeit reicht, damit der Hund auf und davon ist. Die Doppelsicherung des Hundes ist überlebenswichtig! Nein, wir übertreiben nicht. Auch ein 2kg Zwergspitz wird wegrennen & nicht wiederkommen, wenn er noch kein Vertrauen zu euch hat – besonders das viele Fell begünstigt es, dass sie sich leicht aus einem normalen Geschirr befreien können. Egal ob 2 oder 20 Kilo – unterschätzt niemals euren neuen Schützling. Weiter unten könnt ihr alles zum Thema Geschirr & Doppelsicherung nachlesen.

Laut Statistik der Totfundhund.de AG wurden 375 tote Hunde im Jahr 2018 in Deutschland gemeldet! Die Dunkelziffer ist weitaus größer. Diese wurden meist auf Autobahnen/Straßen überfahren, von Zügen überrollt, sind in Flüssen oder Kanälen ertrunken oder sind mit Leine entlaufen, hingen irgendwo im tiefsten Wald fest und sind verhungert oder verdurstet. Und da gibt es noch die langzeit-vermissten Hunde, die bis jetzt nicht wieder aufgetaucht sind. Weder tot noch lebendig!

Auch selbstsichere und anhängliche Hunde sind davon betroffen. Wenn ein Hund in Panik gerät ist er nicht mehr aufnahmefähig. Die Pupillen werden winzig, alle „unwichtigen“ Körperfunktionen werden eingestellt, der Hund ist im Überlebensmodus. Die erste Reaktion ist dann meist Flucht. Niemand kann natürlich genau vorhersagen, wie sich ein Hund in so einer neuen Situation verhält. Bitte bedenkt, dass sich die Bindung zwischen Tier und Mensch erst langsam aufbaut. Wir möchten gemeinsam mit euch verhindern, dass Situationen entstehen, in denen der Hund weglaufen kann. Nutzt daher die erste Zeit immer das Sicherheits-/Panikgeschirr & 2 Leinen (keine Flexi!) zur Doppelsicherung – wie genau das aussieht, seht ihr ein Stück weiter unten im Text. Hierzu haben wir wichtige Informationen zusammengestellt. Vorsorge & Vorsicht sind immer besser!

 

Ankunft & die ersten gemeinsamen Tage

  • Übergabe

Egal, ob Abholung oder direkte Übergabe zu Hause: Bitte nehmt euch ausreichend Zeit für die Abholung des Tieres am Übergabeort. Bitte habt auch Verständnis, wenn der Transporter mit etwas Verspätung ankommen kann. Wartezeiten/Staus auf der Autobahn oder Kontrollen an den Grenzen oder während der Fahrt durch die Polizei lassen sich nicht einplanen. Bitte habt bei der Übergabe einen Blick auf das Tier und achtet auf seine Reaktionen. Die Hunde kennen euch nicht, sie wissen nicht, was jetzt mit ihnen passiert. Lasst dem Tier Zeit und bestürmt es nicht bei der ersten Begegnung. Kommt bitte nicht mit zu vielen Personen zur Abholung, sondern wenn möglich nur zu zweit. Bereitet, wenn das Tier von einem bestimmten Ort abgeholt wird, euer Fahrzeug für einen sicheren Transport des Hundes vor, z.B. mit einer Transportbox. Denkt auch daran mind. 1 Leine zur Abholung mitzunehmen. Bitte bringt euren vorhandenen Hund (oder andere Tiere) nicht mit zur Abholung. Eine Zusammenführung direkt nach der Fahrt in einer emotional aufgeladener Situation ist denkbar ungeeignet. Nehmt euch dafür auch Zuhause Zeit: gemeinsame Spaziergänge stärken das Rudelgefühl.

 

  • Die ersten Tage: worauf ihr euch einstellen solltet

Je ruhiger die Ankunft des Tieres gestaltet wurde, desto schneller hat sich euer neues Familienmitglied an den Tagesablauf, Geräusche, andere Haustiere und Menschen gewöhnt. Jetzt, in den ersten Tagen nach seiner Ankunft, beginnt eine weitere wichtige Zeit für euch und euren Hund, denn nun sind die ersten Eindrücke verarbeitet und er fängt an, sich anzupassen und aufmerksam zu beobachten. Die Tagesabläufe werden verinnerlicht.

Verhalten: Es ist völlig normal, wenn euer neues Familienmitglied die ersten Tage viel schläft, das Körbchen nicht verlassen will und eher unsicher ist in ganz normalen Dingen, wie fressen oder spazieren gehen. Für die Hunde ist alles neu. Die Futterumstellung, der Stress, die neuen Gerüche & Eindrücke: all das strapaziert die Nerven und raubt den Hunden förmlich ihre Energie. Sie haben ein geschwächtes Immunsystem, kaum Muskulatur und eine lange anstrengende Reise hinter sich. Sie werden einige Tage (manche auch Wochen oder Monate) brauchen, um alles zu verarbeiten. Ein zurückgezogener, introvertierter und energieloser Hund ist in der ersten Zeit also völlig normal. Typische Verhaltensweisen, die wir erfahrungsgemäß beobachten konnten:
– Abwehr- bzw. Drohverhalten, z.B. Knurren oder Abschnappen, da sie noch nicht wissen, wie sie mit euch kommunizieren sollen & verunsichert sind,
– Müdigkeit & Schlappheit durch die lange Reise & das geschwächte Immunsystem
– Unsicherheit & Verweigerung, teilweise Angst, z.B. beim Treppen steigen, verschiedenen Untergründen, Durchgängen, Anleinen, Berührungen, Begegnungen mit Mensch & Tier, usw.

Sauberkeit: Habt Nachsicht mit eurem Liebling und drückt ein Auge zu, wenn die Hinterlassenschaft in der Wohnung landet. Er weiß es nicht besser und muss erst erfahren, dass er regelmäßig die Möglichkeit hat, sein „Geschäft“ draußen zu erledigen. Mehrere kurze Spaziergänge helfen ihm dabei, sich schnell an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Versucht in den ersten Tagen möglichst die gleiche Route zu gehen, sodass der Hund sich auch draußen beginnt sicher zu fühlen. Vor allem durch Stress und die Futterumstellung kann es in den ersten Tagen auch zu Durchfall kommen. Macht euch bei der Futterumstellung nicht zu viele Gedanken: wenn ihr die ersten Tage magenschonend füttern wollt, könnt ihr dem Futter Reis, Möhren und Hähnchen geben oder beimischen.

Allein bleiben: Das Allein bleiben in der Wohnung muss in jedem Fall geübt werden. Gerade, wenn euer neues Familienmitglied als Einzelhund bei euch lebt, kann eine Angst beim Tier deutlich werden, wenn es allein ist. Vielleicht ist es das erste Mal, dass der Hund in seinem Leben allein ist – ohne andere Lebewesen. Sollte der Hund dann etwas kaputt machen oder sein Geschäft in der Wohnung verrichten, so geschieht das niemals aus Protest. Arbeitet mit eurem Hund daran, indem ihr ihm zeigt, dass ihr auch wiederkommt, selbst wenn ihr eure Wohnung einmal verlasst. Lasst ihn zunächst wenige Sekunden, dann Minuten allein. Wenn er ruhig bleibt, dann steigert ihr langsam und allmählich die Zeit des Alleinbleibens, bis ihr ihn dann unbesorgt für einige Stunden allein lassen könnt. Macht keine große Sache aus dem Verabschieden oder Begrüßen, sodass es für den Hund einfacher ist das Alleine bleiben als etwas völlig Normales anzusehen. Mit Geduld ist auch das machbar! Kleiner Tipp: Manche Adoptanten beruhigt es mittels einer Kamera ab und an nach dem Hund zu sehen.

Grundkommandos/Leinenführigkeit: Bei Tierschutzhunden ist alles reine Übungssache. Allgemein können wir sagen, dass die Hunde keine oder wenige Grundkommandos beherrschen und das auch das Laufen an der Leine geübt werden muss. Setzt euch und eurem neuen Familienmitglied kleine, erreichbare Ziele, aber niemals unter Druck. Lasst ihn zunächst ankommen und einen Bezug zu euch aufbauen, bevor ihr Anforderungen stellt. Zögert aber auch nicht professionelle Hilfe, z.B. Hundeschule oder Hundetrainer, in Anspruch zu nehmen. Zu langes Akzeptieren/Tolerieren von Fehlverhalten kann dieses nämlich auch verfestigen. Am besten ist es, wenn ihr bereits vor der Ankunft eures Hundes Empfehlungen einholt und ggf. Hundetrainer raus sucht, die ihr im Ernstfall kontaktieren könnt.

Gesundheitszustand: Jeder unserer Vermittler wird es euch auch nochmal erklären: wir können nie garantieren, dass unsere Schützlinge zu 100% gesund sind. Wir führen wichtige Tests vor Ort durch, versorgen die Hunde medizinisch wenn nötig & bereiten euch bei der Übernahme von kranken Tieren bestmöglich vor (Medikamentenmitgabe, Behandlungsplan, etc.). Jedoch kann ein Hund auch durch den Transport an etwas erkranken. Was wir öfter beobachten sind Erkältungssymptome, welche durch die Zugluft im Transporter entstehen können. Eine stetige Luftzufuhr ist bei dieser Art von Transporten aber rechtlich vorgeschrieben, weshalb wir dem leider nur schwer entgegenwirken können. Durch das geschwächte Immunsystem sind viele Hunde auch besonders anfällig für Augen- & Ohrenentzündungen, welche dann in Deutschland behandelt werden müssen. Dadurch, dass viele verschiedene Hunde auch aus anderen Tierheimen im Transporter mitfahren, kann es sein, dass sich euer Schützling auch bei einem anderen Hund anstecken könnte. Schlussendlich ist noch zu sagen, dass wir niemals einem Hund diese Reise zumuten würden, wenn er nicht fit genug ist! All unsere Hunde werden kurz vor der Ausreise (max. 48h vor Ausreise) nochmal einem Amtsveterinär vorgestellt und für reisefähig befunden.

Türen öffnen: Bitte seid beim Öffnen der Haus-, Terrassen- oder Autotür achtsam, damit der Hund nicht entweichen kann. Zu Hause gilt immer: erst den Hund sichern, dann die Tür öffnen. Manchen Hunden gelingt es durch Hochspringen an die Klinke eine geschlossene Tür zu öffnen. Um das zu verhindern, sollte die Tür abgeschlossen werden und/oder die Türklinke nach oben gestellt werden. Achtet auch auf eure Kinder: diese lassen schnell die Türen oder das Gartentor aufstehen. Erklärt den Kleinen, dass sie anfangs vorsichtig sein müssen, auch beim Betreten der Wohnung. Achtet auf offene Fenster! Der Hund sollte auch im Auto in einer Transportbox oder angeleint mit einem speziellen Gurt gesichert sein. Nur so kann er nicht einfach beim Öffnen der Tür unkontrolliert herausspringen.

Treppen steigen, Türschwellen & rutschige Untergründe: Banale, alltägliche Dinge, wie Treppen steigen, erscheinen uns nicht als allzu große Herausforderung. Aber für Tierschutzhunde stellen Treppen, Türschwellen oder glatte Untergründe, wie Fliesen oder Laminat, ein großes Hindernis dar. Ihr solltet euch also darauf einstellen, dass es auch hier Probleme geben wird. Gemeinsam mit eurem neuen Familienmitglied solltet ihr diese Dinge kleinschrittig & behutsam trainieren. Erwartet aber nicht, dass die Hunde ihre Angst binnen weniger Versuche legen: manchmal dauert es auch länger bis sie sich an die neue Umgebung gewöhnt haben. Positive Verstärkung mittels Leckerlis o.Ä. kann euch im  Training gut voranbringen.

Besuch: Wie bereits zuvor erwähnt solltet ihr die ersten Tage möglichst ruhig gestalten. Das bedeutet auch, dass ihr die erste Zeit keinen Besuch oder Unternehmungen einplanen solltet. Ihr solltet individuell entscheiden, ob euer Schützling schon bereit ist für Hundebekanntschaften oder fremde Leute. Auch ein Tierarztbesuch, wenn der Hund soweit fit erscheint, sollte nicht sofort am Tag nach der Ankunft stattfinden. Tierarztbesuche sind oft mit Stress verbunden, was bestenfalls die erste Zeit vermieden werden sollte. Natürlich trifft das nicht zu, wenn es dem Hund schlecht geht – dann müsst natürlich sofort zum Tierarzt.

 

  • Doppelsicherung & (Sicherheits-)Geschirr

Verwendet aus Sicherheitsgründen in der Eingewöhnungszeit immer das Sicherheitsgeschirr, niemals nur ein Halsband oder normales Geschirr. Ein Hund befreit sich schnell aus seinem Halsband, wenn er sich erschreckt. Hierfür genügen unbekannte Geräusche, Menschen, Tiere und Situationen, die wir nicht vorhersehen können. Wir haben leider bereits Erfahrungen machen müssen, dass Adoptanten nicht auf uns gehört haben und den Hunden bereits 24h nach der Ankunft ein normales Geschirr angelegt hatten. Der Hunde hatte sich dann aus diesem befreit und ist weggerannt. Zum Glück konnte der Hund wiedergefunden werden – ABER leider hat nicht jeder Hund dieses Glück. Lasst es gar nicht erst so weit kommen und
NUTZT DAS SICHERHEITSGESCHIRR! Allgemein gesprochen verhindert ein Geschirr weiterhin Verletzungen am Kehlkopf oder Genick, falls der Hund an der Leine zieht oder sich aufbäumt. Hier sollte man nicht an der Qualität sparen, gute Geschirre halten dafür viele Jahre. Ein zusätzliches Halsband für die Doppelsicherung, solltet ihr vom Sicherheitsgeschirr zum normalen Geschirr wechseln wollen, sollte breit genug sein und festsitzen, so dass der Hund sich nicht verletzen kann. Bitte sichert auch nicht-ängstliche Hunde die ersten Tage doppelt (= eine Leine in der Hand & eine andere am Körper befestigt) und verwendet auf keinen Fall (anfangs) Flexileinen. Diese können den Hund verletzen oder verschrecken, wenn sie runterfallen.

 

  • Ableinen

Wir möchten unseren Adoptanten/Pflegestellen dringend ans Herz legen, das neue Familienmitglied immer angeleint auszuführen. Am Anfang sind Hund und Mensch zu wenig vertraut miteinander und ihr könnt euren Hund noch nicht gut einschätzen. Bitte leint euren Hund erst ab, wenn der Rückruf auch bei Ablenkung sicher funktioniert. Damit sich der Hund schnell in seiner neuen Umgebung orientieren kann, empfehlen wir in den ersten Wochen immer die gleichen Wege zu gehen, damit er im schlimmsten Fall auch allein nach Hause findet. Bindung, Vertrauen und Erziehung entstehen nicht in wenigen Tagen oder Wochen: sie brauchen Zeit! Lasst euch nicht täuschen, wenn der Hund anfangs anhänglich und scheinbar gehorsam ist. In der Regel ist er einfach verunsichert, er kennt viele Dinge nicht, traut sich nicht sich von euch zu lösen und behält seine Menschen immer im Auge. Lebt der Hund sich ein, wird er mutiger und er fängt an seine Umgebung zu erkunden oder stellt die Ohren auf Durchzug. Eigentlich ein gutes Zeichen, aber hier sollte man nach ca. 2-3 Monaten mehr als wachsam sein. Manche Hunde entwickeln auch erst nach einer gewissen Zeit einen Jagdtrieb, der in den ersten Wochen „nicht sichtbar“ war.  Bitte sichert auch in den ersten Tagen den Hund im Garten mit einer Schleppleine. Es können immer unentdeckte Schlupflöcher im Garten sein. Manche Hunde sind wahre Kletterkünstler, andere, ängstlichere Hunde verkriechen sich im Gebüsch und lassen sich nicht mehr hervor locken. Kontrolliert euren Garten auf noch so kleine Löcher und lasst den Hund in der ersten Zeit niemals unbeaufsichtigt und ungesichert im Garten. Vergesst auch nicht eine Adressplakette und/oder die Steuermarke am Geschirr zu befestigen.

 

  • Plan Bs & Kompromisse

Wir können es nicht oft genug betonen: habt für jegliche Situationen immer einen Plan B im Hinterkopf. Es gab schon die verrücktesten und unwahrscheinlichsten Zufälle, in denen dann ganz plötzlich die Frage im Raum stand „Und wer kümmert sich um den Hund?“. Klärt vorab, wer im Notfall für den Hund sorgt. Egal ob Krankenhausaufenthalt, geplanter Urlaub oder spontane Dienstreise – selbst ein Abendessen mit Freunden, wo der Hund nicht mit soll, könnte ein „Problem“ darstellen, wenn euer Vierbeiner noch nicht wirklich alleine bleiben kann. Macht euch auch Gedanken, was passiert, wenn sich in eurem beruflichen oder privaten Umfeld etwas ändert – euer neues Familienmitglied wird ja nicht nur für wenige Wochen bei euch sein, sondern Jahre. Über folgende Dinge solltet ihr euch bereits vorab Gedanken machen bzw. spätestens vor der Ankunft eures Hundes einen feststehenden Plan haben:

-Wer kümmert sich in Notfällen um den Hund (Krankenhaus, etc.)?
-Wer übernimmt die Urlaubsbetreuung? Ist diese Person qualifiziert genug?
-Kann ich dem Hund immer gerecht werden, auch wenn sich meine berufliche/private Situation ändert (Trennung, Jobwechse/-verlust, etc.)? Bin ich bereit dann Kompromisse einzugehen (Trennung: weniger Zeit für Hobbies da man sich alleine um den Hund kümmern muss; Jobverlust: Hund darf nicht zu lang alleine bleiben bzw. kann eventuell mit zur Arbeit)?
-Bin ich bereit generell Kompromisse einzugehen?

Auf die letzte Frage möchten wir noch einmal genauer eingehen: warum Kompromisse? Die Hunde passen sich doch alle ihren Menschen an, richtig? Nein, nicht immer! Ihr müsst damit rechnen, dass euer Schützling eventuell „Ballast“ mitbringt. Er könnte in bestimmten Situationen sein Leben lang ängstlich reagieren – dann könnt ihr vielleicht keine ausgiebigen Stadtspaziergänge machen. Eventuell mag er keine lauten Geräusche, weshalb ihr dann eingeschränkter seid was (Familien-)Feiern angeht, wo ihr den Hund gern mitgenommen hättet. Vielleicht wird dem Hund auch beim Auto fahren schlecht und ihr müsst lange Zeit üben, bis er sich dran gewöhnt. Und die größte Hürde: eventuell hat euer Schützling Probleme mit dem alleine bleiben. Viele stellen es sich immer sehr leicht vor & gehen von ihnen bekannten Hunden aus. Doch auch hier haben die Besitzer sicherlich in aller Ruhe und kontinuierlich mit ihrem Hund trainiert. Leider gibt es immer wieder Hunde, die ihr Leben lang Probleme haben werden mit dem alleine bleiben. Auch, wenn die meisten Hunde es sehr gut erlernen können, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass ein Hund ein Rudeltier ist. Allgemein müsst ihr euch also bewusst sein, dass ihr mit der Adoption eines Hundes immer irgendwo Kompromisse eingehen werden müsst. 

 

Wichtiges zu Krankheiten

Der Transport ist für die Tiere sowohl psychisch als auch physisch sehr belastend.

Erkrankungen durch den Transport oder Aufenthalt im Tierheim: Durch die Belüftung im Transporter sind die Hunde während der Fahrt einer ständigen leichten Zugluft ausgesetzt, die möglicherweise eine Bindehaut- oder Ohrenentzündung zur Folge haben kann. Ggf. kann es auch zu einem Hustenreiz oder anderen Erkältungssymptomen kommen. Es sind in der Regel leichte Symptome, die nach wenigen Tagen von allein abklingen oder sich leicht behandeln lassen. Auch im Tierheim können sich die Hunde bereits ohne Symptome bzw. nur leichte Symptome zu zeigen angesteckt haben. Wir geben natürlich unser bestes euch optimal auf die Ankunft & den Gesundheitszustand eures Schützlings vorzubereiten. Bei einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes empfehlen wir natürlich den Besuch beim Tierarzt.

Entwurmung & Parasitenbehandlung: Die Hunde sind in der Regel entwurmt & wurden mit Flohshampoo & -mittel bei vorliegendem Befall behandelt, bevor sie ihre große Reise antreten. Eine erneute Infektion kurz vor oder während der Fahrt, z.B. durch andere Hunde aus anderen Sheltern, kann trotzdem nicht ausgeschlossen werden. Bevor ihr den Hund mit SpotOns, Entwurmungsmitteln o.Ä. behandelt checkt bitte den Pass: dort ist vermerkt wann und was der Hund zuletzt bekommen hat. Ihr solltet den Hund niemals pauschal kurz nach der Ankunft erneut behandeln, ohne das ein Befall vorliegt. Besonders chemische Mittel können den Körper dann stark belasten und den Hund krank machen. Solltet ihr eure Hunde behandeln denkt im Anschluss daran einen Darmaufbau durchzuführen. Bitte bedenkt, dass die normalen Entwurmungspräparate nicht ausreichen, Giardien oder Kokzidien zu bekämpfen. Hier findet ihr nochmal einen umfangreichen Beitrag zum Thema.

Giardien: Diese lästigen Einzeller können eurem Hund und euch ganz schön zu schaffen machen und müssen mit entsprechenden Mitteln behandelt werden. Bitte betrachtet deshalb akribisch genau die Hinterlassenschaft eures Hundes und bringt ggf. eine Kotprobe bei dem geringsten Verdacht zu eurem Tierarzt, um evtl. einen Befall abzuklären. Typische Symptome bei Giardien sind Durchfall oder auch blutiger Kot, sowie Abgeschlagenheit. Wegen der Vielzahl der Hunde vor Ort ist eine stetige Prophylaxe oder erfolgreiche Behandlung leider nicht immer möglich/erfolgreich, da es immer wieder zu Ansteckungen, durch z.B. Neuzugänge, und somit zu Resistenzen kommen kann. Auch kann ein Hund vor Ort Träger sein, ohne Symptome zu zeigen. Bei einem nachgewiesenen positiven Befall empfehlen wir euch alles möglichst sauber zu halten; am besten mit speziellen Reinigungsmitteln. Schlafplätze, Näpfe, usw. müssen täglich gesäubert werden, um die Giardien erfolgreich zu behandeln, denn die Hunde scheiden auch während der Behandlung weiterhin Zysten aus, die zu einer erneuten Infektion führen können. Giardien sind keinesfalls eine Erkrankung, die nur Auslandshunde betreffen – auch viele Hunde in Deutschland haben Giardien. Da diese hochansteckend sind ist eine Behandlung bei auftretenden Symptomen und ein regelmäßiger Check äußerst empfehlenswert. In seltenen Fällen können Giardien auch ansteckend für Menschen sein; hauptsächlich können Giardien aber besonders für alte Hunde, Welpen & kranke Tiere gefährlich werden, da sie zu einer Dehydrierung (Austrocknung), Nährstoffmangel, usw. führen können. Auch wenn unsere Teams ihr bestes geben können wir also nie garantieren, dass ein Hund 100% gesund ist, wenn er bei euch ankommt. Hier findet ihr nochmal einen umfangreichen Beitrag zum Thema.

 

  • Reisekrankheiten

Im Zusammenhang mit Auslandshunden wird immer wieder von Reise- oder Mittelmeerkrankheiten gesprochen. Viele Infektionen sind aber auch in Deutschland vorzufinden; deshalb empfiehlt es sich, bei eurem Schützling einmal im Jahr einen „Check“ durchzuführen und das Blut auf evtl. Infektionen untersuchen zu lassen. Wir wollen hier die wichtigsten Erkrankungen nennen, die gemeinhin als Mittelmeer- oder Reisekrankheiten bezeichnet werden:

Babesiose: Die Babesiose wird durch die Auwaldzecke und die braune Hundezecke übertragen. Ursprünglich kam die Auwaldzecke aus Ungarn, Österreich und Norditalien. Bereits in den 70er Jahren hat sich das Verbreitungsgebiet jedoch stark nach Norden ausgedehnt; mittlerweile ist sie auch in Deutschland beheimatet. Die braune Hundezecke ist in allen europäischen Mittelmeerländern vorzufinden. Je weiter man nach Süden kommt, desto häufiger kommt sie vor. In Deutschland fühlt sich diese Zeckenart als „Urlaubsmitbringsel“ in beheizten Räumen sehr wohl. Auch wird die braune Hundezecke in deutschen Tierheimen und Hochhauskomplexen immer häufiger angetroffen. Die Babesiose (auch Hundemalaria genannt) ist eine durch Einzeller der Gattung Babesia hervorgerufene Infektionskrankheit. Es kommt zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen und damit zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Blutarmut (Anämie). Die Erkrankung verläuft akut mit hohem Fieber und endet ohne Behandlung binnen weniger Tage tödlich. Schon bei ersten Krankheitszeichen, wie ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber, Fressunlust, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit, sollte SOFORT ein Tierarzt aufgesucht werden.

Ehrlichiose: Erreger dieser Erkrankung bei Hunden ist das Bakterium Ehrlichia canis. Es befällt die weißen Blutkörperchen und Lymphozyten, die eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr des Tieres spielen. Überträger ist die braune Hundezecke (Vorkommen siehe oben). Der Krankheitsverlauf ist recht schleichend; es kann u. U. Jahre dauern, bis sie ausbricht. Zu ersten Symptomen gehören Mattigkeit, Leistungsschwäche und Futterverweigerung. Im weiteren Verlauf zeichnet sich eine verstärkte Blutungsneigung ab, die durch das Absinken der Thrombozyten hervorgerufen wird. Unbehandelt wird die Ehrlichiose in der Regel chronisch und kann infolge zunehmender, gegebenenfalls über Jahre andauernder, schleichender Blutungsneigung zum Tod des Tieres führen. Man sollte bei unspezifischen Krankheitssymptomen sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Anaplasmose: Die Anaplasmose ist eine durch Bakterien der Gattung Anaplasma hervorgerufene Infektionskrankheit. Überträger dieser Bakterien ist der gemeine Holzbock, der in Nord- und Mitteleuropa und auch in Deutschland häufig vorkommt. Die Bakterien befallen und zerstören die weißen Blutkörperchen. Die akuten Symptome treten in der Regel 4 – 11 Tage nach der Infektion auf und können sehr vielschichtig sein: Plötzlich einsetzendes hohes Fieber, Apathie, Futterverweigerung, Gelenk- und Muskelschmerzen, Erbrechen und Durchfall, Hirnhautentzündung, Netzhautablösung und Erblindung. Nach dieser akuten Phase werden die Erreger entweder eliminiert oder aber verbleiben im Rückenmark, ohne weitere Symptome hervorzurufen. Kommt es jedoch zu einer Schwächung des Immunsystems, können die Erreger wieder aktiv werden und in der chronischen Phase wieder Symptome hervorrufen. Bei Auftreten o.g. Symptome sollte auch in diesem Fall sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Borreliose: Die Borreliose ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi übertragene Infektionskrankheit. Überträger ist der gemeine Holzbock, der in ganz Nord- und Mitteleuropa vorkommt. Es gibt keine typischen Symptome, was eine Diagnose natürlich erschwert. Es sollte jedoch immer an eine Borreliose gedacht werden, wenn bei einem Hund seit längerem wechselnde oder unklare Lahmheiten bestehen.

Leishmaniose: Die Leishmaniose ist eine bei Mensch und Tier vorkommende Infektionserkrankung, die durch die Parasiten der Gattung Leishmania hervorgerufen wird. Überträger ist die Sandmücke, die vorwiegend in wärmeren Klimazonen, etwa südlich des 45. Breitengrades vorzufinden ist. Symptome sind beispielsweise Apathie, Lahmheit, Gewichtsverlust oder auch schuppige Haut (vor allem um die Augen). Jeder Hund mit Leishmanien-Infektion sollte therapiert werden. Zur Behandlung der Leishmaniose stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Die Prognose infizierter Hunde ist abhängig von bereits aufgetretenen Organ-Veränderungen.

Staupe: Die Staupe ist eine Viruserkrankung, die seit Jahrhunderten bei Haushunden bekannt ist. Sie wird nach dem Entdecker ihres Erregers Henri Carré auch als Carrésche Krankheit, auf Englisch als (canine) distemper bezeichnet. Kennzeichnend für die Erkrankung sind hohes Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach befallenem Organsystem können Durchfall und Erbrechen oder Atemwegssymptome auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Schädigung des Gehirns mit zentralnervösen Erscheinungen kommen. Die Behandlung kann nur symptomatisch erfolgen, die Verabreichung von Virostatika ist nicht etabliert. Üblicherweise werden Antibiotika zur Bekämpfung bakterieller Sekundärinfektionen sowie hustenstillende und schleimlösende Mittel verabreicht. Bei Durchfall mit Dehydration ist eine Flüssigkeitsgabe sinnvoll.

Brucellose: Die Hundebrucellose ist eine Infektionskrankheit bei Hunden, die vom Bakterium Brucella canis verursacht wird. B. canis ist weltweit verbreitet, in Europa vor allem in England, Südfrankreich, Rumänien und Ungarn. Die Erkrankung ist zumeist eine Deckinfektion (Übertragung beim Deckakt) mit Erkrankung der Geschlechtsorgane. Beim Rüden treten Hoden- und Nebenhodenentzündungen, bei Hündinnen Fehlgeburten, Gebärmutterentzündungen und Unfruchtbarkeit auf. Die Hundebrucellose spricht auf Antibiotika nur sehr schlecht an, führt aber nur ausnahmsweise zum Tod des Tieres – eine Heilung ist nicht möglich. Die Bekämpfung erfolgt daher vorzugsweise durch seuchenhygienische Maßnahmen, wie die Testung importierter Tiere und die Isolierung infizierter Tiere. Die Hundebrucellose ist auch auf den Menschen übertragbar, allerdings verläuft die Erkrankung des Menschen meist mild und spricht gut auf Antibiotika an.

Herzwürmer: Eine der am häufigsten auftretenden Krankheiten, mit denen wir zu tun haben, sind Herzwürmer. Wichtige Infos zu Herzwürmern findet ihr hier.

 

Weitere wichtige Dinge…

  1. Vergesst bitte nicht, euren Hund bei der Kommune zur Steuer anzumelden.
  2. Lasst euren Liebling bitte zusätzlich bei einem Haustierzentralregister (Tasso) registrieren, damit er schnell wiedergefunden wird, falls er einmal verloren geht. Die Hunde sind bei Anreise auf Spitz & Pawtners e.V. registriert & müssen umgemeldet werden.
  3. Schließt bitte unbedingt eine Haftpflichtversicherung für euren Vierbeiner ab. Auch, wenn er noch so klein sein sollte, so könnte er doch Schäden in Millionenhöhe verursachen. Auch eine OP- oder Krankenversicherung ist zu empfehlen.
  4. Bedenkt, dass wir Hunde bestimmter Rassen nicht in alle Bundesländer vermitteln dürfen. In manchen Bundesländern & Regionen müsst ihr vorab auch einen Hundeführerschein absolvieren, um einen Hund halten zu dürfen.
  5. Es besteht die Möglichkeit, dass sich euer zuständiges Veterinäramt bei euch meldet und eine Vorstellung des Hundes fordert, da dieser aus dem Ausland stammt. Es entscheidet jedes Veterinäramt eigenständig, ob diese Vorstellung nötig ist. Dabei handelt es sich um eine Überprüfung des Gesundheitszustandes und der Dokumente und ist durchaus gängige Praxis.

 

Wir alle wünschen uns, dass ihr viele, viele Jahre mit eurem treuen Begleiter verbringt. Das setzt aber auch eure Geduld, Vernunft und Achtsamkeit voraus. Draußen lauern viele Gefahren auf euren Hund, bitte bedenkt, euer Schützling hat nur ein Leben. Zögert nicht uns zu kontaktieren, wenn ihr Fragen habt. Über Fotos, Videos und Berichte vom Leben mit eurem neuen Familienmitglied würden wir uns natürlich sehr freuen!

 

Euer Spitz & Pawtners Team